HRC in den Pyrenäen

„ Die Pyrenäen – ein Radfahrertraum“

1. Tag: Das Warten hatte endlich ein Ende:

Nach einer kurzen Nacht – für einige  fiel sie überhaupt aus – ging es um 04:00 Uhr früh  beim  EUCO  los.  26  radbegeisterte  Sportler/innen  wagten  sich  in  das Abenteuer Pyrenäen. Nach einem ruhigen Beginn der Fahrt wurde es mit aufgehender Sonne im Bus immer lebendiger. Die ersten Stunden vergingen beim Studium von Landkarten und Streckenplänen wie im Flug.

Nach unserer Ankunft im Zwischenquartier in San Remo um ca. 16:00 Uhr schlüpften die Meisten  von  uns  sofort  in  die  Radwäsche. Galt es doch das Finale des Radklassikers Mailand – San Remo zu erkunden.

Nach  etwas  hektischem  Beginn  durch  die

belebte Stadt ging es flott bis nach San Lorenzo Al Mare, von wo aus der Anstieg zur Cypressa begann. Geschlossen rollte die Gruppe die Steigung hinauf und nach der Abfahrt  wieder  Richtung  San  Remo  zum

Abendessen. Der Poggio musste aus Zeitgründen leider ausgelassen werden. Nach dem Abendessen verabschiedeten sich die Meisten, müde vom langen Tag,

bald auf die Zimmer.

2. Tag: Frühstück um 07:00 Uhr!!

Die von unserm Obmann Franz Britzmann  ausgegebene Abfahrtszeit wurde ohne

Widerspruch zur Kenntnis genommen. Nach der Radverladung starteten wir um

08:30 Uhr.

Entlang der Cote Azur, Provonce und Carmace ging es Richtung Pau.

Nach einer endlosen Fahrt durch Weinberge, Karstgebiet und Waldflächen bei Temperaturen um  die  30°C  war  die  Freude  groß,  als  die ersten Gipfel der Pyrenäen am Horizont auftauchten und das Ende der Busfahrtfahrt ankündigten.

Müde und hungrig erreichten wir gegen 20:30

Uhr unser Hotel. Beim Einchecken stellte sich heraus,  dass  das  Gepäck  von  Rudi    in  San

Remo geblieben war. Schnell war jedoch ein „Notprogramm“ gefunden, das ihm

mit dem Handgepäck über die Runden kommen lies.

3.Tag: Endlich ging es los!

Voll motiviert kamen die Meisten schon in voller „Radmontur“ zum Frühstück. Der

Blick aus dem Fenster versprach einen sonnigen warmen Tag.

Um 08:30 Uhr rollten wir vom Hotel zum Busparkplatz um die letzten Kleinigkeiten vor dem Start zu erledigen (Luftkontrolle u.s.w.) Das Gepäck wurde später vom

„Guten    Geist“    der    Reise    –    Franz    Furian    –    fachmännisch    verladen.

Nach dem Gruppenfoto rollte die Gruppe geschlossen aus Pau hinaus – nicht ohne

„Ehrenrunde“- trotz NAVI!

Nach ca. 10km auf der stark befahrenen D834 verabschiedeten wir unsere Damen Ingrid, Juli und Irmi. Die Männergruppe rollte  geschlossen  in  Richtung  Col  de

Aubisque,  der mit ca. 15 km Anstieg bei durchschnittlich 7,5% Steigung ein recht ordentlicher Brocken war.

Auf dem Gipfel trafen wir zum ersten Mal auf die Spuren der „TDF“. Riesige Fahrräder in den Farben der Führungstrikots  sind  dort am Fahrbahnrand platziert.

Nach     einer     Erfrischung     und     den

Gipfelfotos  ging  es  in  eine  kurze,  aber traumhaft  schöne  Abfahrt.  Anschließend

erfolgte  die  Auffahrt  auf  den     Col  de Soulor.  Dieser  war  mit  seinen  200  HM

nicht  allzu  schwer.  Nach  kurzer  Pause  folgte  eine  schöne  lange  Abfahrt  in Richtung Argles Gazost. Unser Geschwindigkeitsrausch wurde nur durch diverse Ausbesserungsarbeiten an der Straße gestoppt- Tour de France lässt grüßen!!

Bei einer dieser Baustellen passierte es: Hinterraddefekt bei Peter!

Gleich fanden sich einige Helfer, der Schaden sollte eigentlich bald behoben sein. Dem war aber nicht so.

Ein Schlauch eingeklemmt, beim zweiten Schlauch Probleme mit der Druckluftpatrone – die Zeit verging. Die Zwangspause brachte es mit sich, dass die Verfolger wieder aufschlossen und beinahe die gesamte Gruppe  geschlossen weitergefahren konnte.

Im nächsten Ort, Arge les Gazot, wurde dann Kaffeepause gemacht. Plötzlich ein Knall!  Das Hinterrad von Peter war wieder ohne Luft. Frustriert „parkte“ er sein Velo in einem Blumenkasten und wollte auf den Bus warten.

Nun nahm sich unsere Nr. 1 in Sachen Radtechnik – Reinhold – der Sache an und führte die Reparatur durch.

Geschlossen fuhren wir die letzten km nach Luz de Sauveur, dem Ziel des heutigen Tages.

Daten: 106 km

1920 HM

4.Tag:  Gut ausgeschlafen und durch ein reichliches Frühstück gestärkt machten sich alle bereit für die „Königsetappe“ unserer Tour.

Galt es doch drei Berge, unter ihnen den berühmten Tourmalet zu bezwingen.

Einige von uns hatten einen so großen Respekt, sodass sie den „offiziellen“ Start ignorierten und ca. 15 Min früher losfuhren.

Pünktlich um 08:30 Uhr setzte sich die Gruppe in Bewegung, unter ihnen auch unser Chauffeur Gilbert Gaber, der den Tourmalet bezwang, bevor er sich wieder an das Steuer unseres Busses setzte.

Ohne   Einrollphase   begann   gleich   der   18

Kilometer  lange Anstieg.  Ein dementsprechend    ruhiges    Tempo    wurde

angeschlagen. Nach einigen Kilometern bildeten sich diverse Gruppen und jeder fuhr

in seinem  Rhythmus den Berg hinauf.

Nach einem kurzen Halt mit Gipfelfoto beim Raddenkmal

in 2115 Meter Seehöhe folgte eine flotte Abfahrt, die ohne Flachstück   in die Anfahrt zum nächsten Berg, dem Col de Aspin, der sich mit einer mittleren Steigung von  ca.  6%  und  einer  schattigen  Auffahrt sehr gnädig zeigte, überging.

Da es auf dem Gipfel außer Kühen nichts

Besonderes gab, wurde gleich zum letzten

Berg weitergefahren, den Col de Peyesourde. Bei Temperaturen um die 30°C und nach bereits 100 gefahrenen km noch ein harter Brocken.

Nach der Abfahrt fanden sich ca. 10 Fahrer zusammen, die die Fahrt ins Tagesziel gemeinsam fortsetzten. Dort eingetroffen wurden sie bereits  von Franz B., der die Fahrt ohne Pause absolvierte, begrüßt.

Bald darauf kam auch der Bus und es wurde „Bestandsaufnahme“ gemacht.

Der Aufenthalt der fehlenden Teilnehmer war bekannt. Lediglich der Verbleib von . Albert,  der  an  diesem  Tag  in  „Gelb“  angetreten  war,    war  unbekannt.  Noch während wir rätselten, bog er um die Kurve.  „Verfahren“ – lautete sein  knapper Kommentar.

Ein schöner, heißer Radtag ging zu Ende. Lange wurde auf der Terrasse des Hotels –

dessen Beschreibung ein Buch füllen würde – bei Bier und Wein diskutiert. Besonders gewürdigt  wurde  die  Leistung  unserer Damen. Alle bezwangen den Tourmalet. Irmi konnte nur durch den nachfolgenden Bus an der Weiterfahrt   am letzten Berg gehindert

werden.

Schließlich ermahnten uns die ersten Regentropfen eines aufziehenden Gewitters ins Bett zu gehen. Stand doch am Folgetag mit 152 km die längste Etappe auf dem Plan.

Gefahren: 123km

3120 Hm

5.Tag: Nach einem nächtlichen Gewitter saßen wir pünktlich um 07.00 Uhr beim Frühstück.

Eifrig wurde über die Nacht in der „Herberge“ – wir tauften sie „Hotel Muff“  – gesprochen. Dieses Hotel kann man nicht beschreiben, man muss es gesehen haben!

Um 08.30 starteten wir. Vor uns lag mit dem Col de Ares ein richtiger Rollerberg. Danach führte die Route  zum Col de Portet D`Aspet, dem schwierigsten Hindernis des Tages. Nachdem wir ein Foto am Denkmal des am 18. 07. 1995 an dieser Stelle bei einer TDF- Etappe  zu Tode gestürzten Fabio Casartelli gemacht hatten,

nahmen wir den Berg in Angriff. Mit seinen kurzen, steilen Rampen mit bis zu 17%, wurde er zu einem der schwersten Anstiege der ganzen Woche.

Umso angenehmer zeigte  sich der nächste Berg, der Col de Port. Ein Genuss, bei Steigungen von 4 bis 6% auf 1300 m Seehöhe zu klettern!

Bei der doch etwas kühlen Abfahrt, es hatte ca. 15°C, war eine Kaffeepause geplant. Fünf Mann (Albert, Kurti, Michi, Hans und Burki) schafften es nicht, rechtzeitig beim nächsten Gasthaus anzuhalten.

Aus diesem Grund stärkten sie sich wie

Wegelagerer auf dem Vorplatz eines ALDI- Marktes mit Salami, Käse und Baguette.

Danach ging es mit vollem Magen die letzten

leicht ansteigenden km nach Ax Les Thermes – dem Tagesziel.

Gefahren: 152 km

2480 HM

6. Tag: Nach heftigen nächtlich Regenschauern

waren am Morgen die Straßen noch nass. Da sowieso ein Ruhetag mit einer lockeren Ausfahrt am Programm stand, störte das nicht besonders. Wir machten

mit dem Bus einen Ausflug nach Andorra, wo beim Bummeln und Flanieren der

Vormittag wie im Flug verging. Bei der Rückfahrt ins Hotel zeigte sich auch schon wieder die Sonne. Einige von uns zog es sofort wieder aufs Rad – es ging zu Schistation AX-3 Domaines, wo Georg Totschnig 2005 seine TDF- Etappe gewann.

Den Rest zog es ins Bett, um Kräfte für den folgenden Tag sammeln.

So verging auch der Ruhetag wie im Flug.

Den Ausklang fand der Tag mit Spezialitäten aus Andorra (spanische Jause) – aufgetischt von  Reinhold und Hans.

7. Tag: Auf zur letzten Etappe.

Einige, darunter unserer Salzburger Legionäre Roland und Oliver,   machten sich etwas früher auf den Weg. Dies wohl  in der Hoffnung, nach dem einzigen Berg des Tages (Port de Pailheres), die letzten, durchwegs fallenden km der Strecke in einer Gruppe zurücklegen zu können.

Nach einer 12 km langen Auffahrt mit 7 bis 9% Steigung –   teilweise   im Nebel –   bot sich auf dem Gipfel ein Traumpanorama. Die Sonne ließ

die Strapazen der Auffahrt vergessen.  Die vor uns liegende Abfahrt, eine Straße mit nicht zu zählenden Kehren ließ unsere Herzen höher schlagen.

Nicht zu Unrecht zählt dieser Pass zu den schönsten Radlerpässen in Europa

Als wir nach ca. 8 km Abfahrt wieder in den Nebel eintauchten, ging das freudige Vibrieren leider bald in Zittern über. Die Kälte wurde beinahe unerträglich, sodass wir ein an der Straße befindliches Gasthaus aufsuchen mussten.

Während wir uns im GH bei Tee oder Kaffee wärmten, fiel uns das Fehlen der

beiden Salzburger auf.

Wo diese wohl sind? Niemand hat sie gesehen!

Kurze Zeit später klärte sich  alles zum Guten. Sie hatten zu Beginn des Anstieges die falsche Abzweigung genommen und so eine Extraschicht von 500 HM

gemacht.

Der konsumierte Tee oder Kaffee erwärmte uns nur wenig.

So war bei der folgenden langgezogenen Abfahrt durch einen wilden schönen

Graben Zähneklappern angesagt.

Ab Axal, ca. 60km vor Perpignan, stieg die Temperatur wieder auf erträgliche

Werte und die Lebensgeister kehrten in unsere Beine zurück. Mit Unterstützung

des lebhaften Rückenwindes und dem andauernd leichten Gefälle, segelten wir mit

50 bis 60 „Sachen“ Richtung Perpignan.

Gratulation an dieser Stelle an unsere Irmi; sie fuhr zum ersten Mal über 100km pro Tag.

Im Hotel angekommen beschlossen Hugo, Helmut, Herbert, Gilbert, Peter noch ca. 10 km anzuhängen und an die Mittelmeerküste zu fahren. Das Resultat: Zwielichtige Fotos mit einer Frauenstatue

und zwei gebrochene Rippen von Hugo.

Am Abend wurde bei lauem Wetter noch ausgiebig in der schönen Altstadt gefachsimpelt.

Gefahren: 123 km

1200 HM

8. u. 9. Tag: Rückreise

Die Rückreise gestaltete sich ähnlich wie die Anreise. Lediglich das Sitzen im Bus fiel nach Tagen auf dem Sattel etwas leichter.

In Genua machten wir Zwischenstation. Beim Abendessen hielten wir bereits

Rückschau auf das Erlebte und spürte in uns bereits den „Ruf der Heimat.“

Schließlich kamen wir alle gesund (nur Hugo war leicht angeschlagen), mit ca. 560 gefahrenen Kilometern

und 9200 Höhenmeter,

sowie einer Menge von großartigen Eindrücken im Gepäck am 26. 06. 2011, um

19.20 Uhr  in Wolfsberg an.

Ein großes Dankeschön an Franz Britzmann und Gilbert Gaber für die perfekte

Organisation und an Franz Furian, dem „Guten Geist“ unserer Reise.

Teilnehmer: Dr. Angermann Gerald, Breithuber Burkhard, Britzmann Christoph, Britzmann Franz, Britzmann Ingrid, Ellmer Oliver, Fediuk Herbert, Fellner Hans, Findl Roman, Froschauer Roland, Furian Franz, Gönitzer Hugo, Grundnig Juliane, Kopanz Ernst, Nigsch Kurt, Nößler Michael, Rothleitner Irmi, Sokoll Helmut, Sorger Hermann, Stern Peter, Traussnig Reinhold, Urban Rudolf, Vallant Albert, Weber Walter, Weinländer Reinhold.

Ein Bericht von Burki Breithuber                                                                  Juli 2011

Internationale Erfolge für HRC-ler

Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften erreichte er im Einzelzeitfahren den 4. und beim Strassenrennen schaffte er sogar den Sprung auf das Podest und belegte den 3. Platz.

Zu diesen tollen, internationalen Erfolgen gratulieren wir herzlich!

HRCler siegt bei Kärnten läuft

Beim Viertelmarathon von „Kärnten läuft“
konnte Andreas Sokoll seine Laufstärke
abermals unter Beweis stellen.
Trotz der ungewöhnlichen Hitze
(strahlender Sonnenschein und Temperaturen
um 25 Grad Celsius sorgten für erschwerte
Bedingungen im Starterfeld)
konnte der 16-jährige Andreas in
überlegender Manier die U20 Klasse für sich entscheiden.

In der Gesamtwertung belegte er
(von 800 gestarteten Teilnehmern) den hervorragenden 18. Platz.

Radtour Bischofshofen-Bregenz

Teilnehmer:

Franz BRITZMANN, Hugo GÖNITZER, Walter WEBER, Herbert FEDIUK, Helmut SOKOLL, Christoph BRITZMANN, Ernst KOPANZ, Kurt NIGSCH, Josef SARNIG, Roland FROSCHAUER, Michael NÖßLER

Betreuung:

Die Betreuung wurde, wie bereits in den letzten Jahren von Ingrid Britzmann und Franz Furian, die den Radtross mit dem Vereinsbus begleiteten, übernommen.

1. Tag: (14.06.2010, 06:30 Uhr) – Abfahrt mit zweit Bussen (Vereinsbus, Schiclubbus) in Wolfsberg

Ziel- und zugleich Startort der 1. Etappe- Bischofshofen (Salzburg)

Die Räder und das Gebäck waren bereits am Vortag verladen worden. Das Wetter war herrlich und die Stimmung der Teilnehmer ausgezeichnet.

Doch – Schock! Nach der Ausfahrt aus dem Katschbergtunnel bereits starker Regen.

Der in Bischofshofen geplante Start zur 1. Etappe musste nach Saalfelden verlegt werden. Eine Überquerung des Hochkönigs war auf Grund der Witterung, heftigen Regens und Kälte, zu gefährlich. So ging es schließlich in Saalfelden bei trüber und kühler Witterung, aber trockener Straße los.

Mit zügigem Tempo und voll Elan fuhren wir unsere Zielort – Kössen (Tirol) entgegen, wo wir im Hotel „Post“ Quartier nahmen.

Beim Abendessen wurde die Lage besprochen und festgestellt, dass der im „Gelben Trikot“ fahrende Herbert sich ständig im Ende des Feldes im Windschatten aufgehalten hatte. Als Buße wurde von ihm gleich eine Runde ausgegeben.

Gesamtdistanz: 74km

Höhenmeter :320

Fahrzeit:3:17h

2. Tag (15.06.2010) Kössen – Schliersee

Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir die bevorstehende Etappe bei kühlem und unbeständigem  Wetter in Angriff. Über Bayern (BRD) verlief das abwechslungsreiche Streckenprofil entlang dem Chiemsee in einer Schleife zurück nach Kufstein und über den Ursprungpass wieder in die BRD,  mit dem Ziel Schliersee.

Obwohl es während der Fahrt immer wieder leicht geregnet hat, kamen wir trocken in Schliersee an.

Unmittelbar nach unserer Ankunft begann es aber neuerlich zu regnen. Dieser Regen entwickelte sich schließlich zu einem Dauerregen. Gesamtdistanz:120km

Fahrzeit:4:40h

Höhenmeter:870

3. Tag (16.06.2010) Schliersee – Grainach

Heftiger Regen und Kälte machten es unmöglich die geplante Etappe zu fahren. Die Gefahr sich zu erkälten war einfach zu groß.

So wurden die Räder im Begleitbus verstaut und mit einem Taxibus die Fahrt nach Grainau angetreten.

Unsere Unterkunft in Grainau – Hotel Post – war ein Erlebnis. Der Wirt, ein Traditionalist (das Alte  war gut, ist gut  und alles bleibt so),  war gewöhnungs- bedürftig. Sein Sohn, ein begeisterter Biker und Mitglied des deutschen Nationalteams, war für Neuerungen aufgeschlossen.

Beim Abendessen fühlte man sich in die Zeit zurückversetzt, wo die Urlauber bei uns noch „Sommergäste“ hießen. Alles in Allem war es eine neue nette Erfahrung

Das Wirtschaftsgebäude zierten Sprüche wie –„ NICHT DIE ZAHL  DER OZONLÖCHER,  SONDEREN DIE ZAHL  DER  ARSCHLÖCHER  ZERSTÖREN  DIE WELT“   –   oder   „WILLST   DU   DEN   CHARAKTER EINES MENSCHEN ERKENNEN, DANN GIB IHM MACHT!“

4. Tag (17.06.2010) Grainau – Obersdorf

Ein  Wolkenfenster  hat  sich  aufgetan und  man  konnte  das  Gebirgsmassiv der Zugspitze direkt vor unserer Unterkunft sehen. Dieser Anblick war sehr beeindruckend. Da die Wettervorschau  für  den  weiteren Verlauf des Tages    wieder eine Verschlechterung verhieß, starteten wir recht früh. Der Gastwirt bot sich an, uns mit    dem    Fahrrad    bis    Reutte    zu begleiten und führen

Der  67-jährige,  der  noch  einen  Sturzring (altes bewahren) wie in den 70-Jahren trug, erwies sich als starker Fahrer. Er erklärte auch, dass wir unbedingt durch das Tannheimer Tal   und nicht wie von uns beabsichtigt durch das Lechtal fahren müssten, da das von ihm genannte Tal das schönste  Hochtal  Europas  sei.  Er  verstand es,  uns  derart  zu  beeinflussen,  dass  wir tatsächlich, aber unabsichtlich das Tannheimer Tal befuhren. Nachträglich bemerkt – es ist ein wunderschönes Tal.

Nach Reutte waren wir wieder auf unsere Navigatoren (Franz, Herbert und Ernst)  angewiesen.       Diese  führten  uns  bergauf  und  bergab  in  Richtung Oberstdorf, wo wir im GH WEILER ein wunderbares Quartier bezogen. Anschließend gab es, wie auch bereits an den Vortagen eine Verkostung von Weißbier und eine rege Diskussion über das Tagesgeschehen.

Gesamtdistanz:124km

Fahrzeit:5:13h

Höhenmeter:870

5. Tag (18.06.2010) Obersdorf – Bregenz

Das Wetter hat sich wieder verschlechtert und es regnete. Trotzdem haben wir uns entschlossen, die letzte Etappe, da diese mit keinen hohen Bergen gespickt war und die Temperatur   ca. 15 Grad  betrug mit dem Rad zurückzulegen. Während der Fahrt wurde der Regen immer stärker, Wind kam auf und die Temperatur sank weiter. Die Fahrt wurde zur Tortur, so dass wir diese, um keinen gesundheitlichen Schaden zu erleiden,  ca. 70 km vor dem Ziel in Missen abbrechen mussten. Im  dortigen  Braugasthaus  haben  wird  uns umgezogen und aufgewärmt. Mit unserem Bus und einem Taxi ging es dann zu unserem Tourziel nach Bregenz.

Bei Weißbier und gutem Essen wurden die Erlebnisse der Tour aufgearbeitet

Gesamtdistanz: 33km

Fahrzeit:1:27h

Höhenmeter:260

6. Tag (19.06.2010) Heimreise

Walter, Helmut und Michael begleiteten Franz FURIAN im Vereinsbus in Richtung Heimat.

Die übrige Mannschaft  fuhr mit dem Zug nach Saalfelden, wo der zweite Bus abgestellt worden war und mit diesem zurück nach Wolfsberg.

Alle Tourteilnehmer wurden nach der Ankunft    von Betti FURIAN ausgiebig bewirtet.

Obwohl es der Wettergott mit uns in dieser Woche nicht gut gemeint hat, war die Radtour  wieder  ein  besonderes  Erlebnis.  Die  Kameradschaft,  der  tolle Zusammenhalt  in der gesamten Gruppe – Fahrer und Begleiter – und die Geselligkeit waren und sind ein Garant dafür, dass solche Unternehmungen trotz allen Widrigkeiten ein positives Erlebnis sind.

Danke an das Betreuerteam  – Ingrid BRITZMANN und Franz FURIAN – für die ausgezeichnete Betreuung, an Franz BRITZMANN für die hervorragende Organisation und Ausarbeitung der Tour.

 

Radtour Oberndorf-Wolfsberg

Highlights der Radtour „Oberndorf (Salzburg) – Wolfsberg“ vom 14.6. bis 19.6.2009

Teilnehmer:
Hugo Gönitzer, Hermann Reinisch, Walter Weber, Michael Nössler, Herbert Fediuk, Franz Britzmann, Christoph Britzmann, Josef Sarnig, Helmuth Sokoll, Roland Froschauer, Ernst Kopanz, Arthur Possegger

Die erstklassige Betreuung übernahmen Ingrid Britzmann und Franz Furian im Vereinsbus.

1. Tag (14.6.2009) – Anreise mit dem Zug nach Oberndorf in Salzburg. Die Verladung der Räder sowie des Gepäcks war am Vormittag angesetzt und gegen Mittag hieß es Abschied nehmen von Wolfsberg. Das Wetter war herrlich und versprach laut Wetterbericht auch für die kommenden Tage nur Gutes.

Nach zweimaligen Umsteigen in Klagenfurt und Salzburg erreichten wir schliesslich um ca. 19.00 Uhr mit der Lokalbahn Oberndorf, wo wir bereits vom Betreuerteam Ingrid und Franz sowie von Bettina Froschauer (Britzmann) in Empfang genommen wurden und sogleich ins Brauhaus zum Abendessen „umgeleitet“ wurden. Nach einigen Getränkerunden wurde beschlossen das Quartier aufzusuchen und uns auf die morgen beginnenden Etappen vorzubereiten. Gleich nach Bezug der Unterkunft hat das Wetter umgeschlagen.

2. Tag (15.6.2009) – Oberndorf nach Engelhartszell. Nach einem ausgiebigen Frühstück und Überprüfung unserer Räder konnten wir pünktlich um 8.00 Uhr die erste
Etappe in Angriff nehmen.

Ein Gruppenfoto  bei der „Stille-Nacht-Kapelle“ und los gings über den Haunsberg Richtung Obertrum. Eine Bergwertung so kurz nach dem Frühstück war schon etwas Besonderes. Für Roland war dieser Teil natürlich kein Problem, da er hier sein „tägliches“ Training absolviert. In Mattighofen durften wir das erstemal die Verpflegung unserer Betreuer aus dem Begleitbus in Empfang nehmen. Aufgrund der schönen Landschaft und der hohen Geschwindigkeit haben wir eine Abzweigung übersehen und sind direkt in Braunau/Inn gelandet. Das war zwar ein Umweg von ca. 15 km wurde aber von unseren „Navigatoren“ Herbert und Ernst sofort korrigiert und wir konnten doch noch eine Kaffeepause in der wunderschönen Altstadt von Obernberg einlegen.

Weiter geht’s nach Schärding, wo wir ein zweitesmal  von unseren Betreuern verwöhnt wurden. Es gab  Palatschinken mit Marmelade. Über die BRD ging es dann  weiter nach Passau wo plötzlich der Regen einsetzte.Nachdem wir uns durch die engen Gassen von Passau  geschlängelt hatten und den richtigen Weg nach  Engelhartszell fanden mussten wir nur mehr dem Regen  davonfahren und kamen nach ca. 21 weiteren Kilometern  in  Engelhartszell an.Schnitt: ca. 30 Km/h, Fahrzeit: 5 Std. 17 min,Gesamtdistanz: 154 Km, Höhenmeter: 850

3. Tag (16.6.2009) – Engelhartszell nach Wieselburg. Gleich nach dem ausgezeichneten Frühstück traten wir die „Flucht“ Richtung Ansfelden an. Wir wussten nicht warum wir so schnell fuhren aber anscheinend trieb uns die Angst vor weiterem Regen vor uns her, denn die tief hängenden Wolken waren nicht zu übersehen. Kurz nach Ansfelden mussten wir wieder kleinere Orientierungsprobleme überwinden. Weiters setzte dann leichter Regen ein, welcher schlussendlich Helmuth und Michael bei der Überquerung von Gleiskörpern welche schräg zur Strasse verliefen, zum Verhängnis wurden, dass Michael stürzte und sich das Schlüsselbein brach. Helmuth krachte zwar mit dem Kopf direkt am Asphalt auf, blieb aber bis auf ein paar Abschürfungen unverletzt. Das Rad von Helmut wurde ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, sodass wir vorerst beide mit der Rettung ins UKH Linz transportieren ließen.

Nachdem wir dann den Schrecken etwas überwunden  hatten setzten wir die Etappe fort und mussten ca. 50  km  bei starkem Regen zurücklegen. Dies hat zur Folge  dass sogar das Navi-Gerät von Ernst den Geist aufgab.Trotzdem konnten wir durch unseren Chef-Navigator  Herbert sicher in Wieselburg einfahren. Helmuth und  Michael konnten das UKH bald wieder verlassen wobei  die Beiden dann nachhause fuhren und Helmuth die  defekte Vordergabel bei Reinhold Traussnig reparieren  konnte und am gleichen Tag noch nach Wieselburg  zurückkehren. Anschliessend gab es natürlich nach diesem  aufregenden Tag eine Verkostung des Wieselburger  Bieres wobei nicht mehr genau festgestellt werden kann  wie viele Runden es schlussendlich wurden. Auch die Restbestände an Mehlspeisen einer angrenzenden Konditorei wurden der Bestimmung zugeführt.Schnitt: ca. 29 Km/h, Fahrzeit: 5 Std. 08 min,Gesamtdistanz: 145 Km, Höhenmeter: 853

4. Tag (17.6.2009) – Wieselburg nach Krieglach. Nachdem die ostseitig gelegenen Zimmer bereits um 5.30 Uhr ausreichend mit Sonne bestrahlt wurden, war die Stimmung für diese Etappe sehr gut und auch die Wettervorhersage für die kommenden Tage sollte uns keine feuchten Füße mehr bescheren. Wir starteten wieder rechtzeitig und fuhren Richtung Scheibbs in Richtung Maria Zell. Das Streckenprofil war dermaßen abwechslungsreich, dass das Feld bald zerrissen wurde und jeder für sich die Schönheiten der Landschaft geniessen konnte.Die Kaffeepause wurde, wie sollte es anders sein in Mariazell eingeplant.

Ein wunderschöner Tag sowie ein herrlicher Ausblick auf die Wallfahrtskirche lud zum Verweilen ein,  aber schließlich musste das Etappenziel Krieglach erreicht werden und bis dorthin waren es noch ca. 60 Km.Der letzte Anstieg hinauf zum Lahnsattel bei schweisstreibenden Temperaturen ließ unsere letzten Reserven schwinden und wir waren froh, dass wir die Abfahrt entlang der Mürz bei ständig fallendem Profil geniessen konnten. Bald war Mürzzuschlag erreicht und die unsere „Navigatoren“ liessen es geschehen, dass wir beinahe auf der Autostrasse bis Krieglach fuhren. Michael hätte das nicht erlaubt, wäre er noch bei uns gewesen!Wir erreichten dann doch über einen Radweg unser Ziel in Krieglach und freuten uns schon auf das gemütliche Beisammensein und ein gutes Abendessen.Hugo und Arthur beschlossen an diesem Abend die kommende Etappe laufend zu attackieren und ein wenig Bewegung in die ganze Sache zu bringen. Die restlichen Fahrer konnten den Ausführungen der mit Hopfen „gedopten“  2er-Mannschaft kaum folgen und so kam es, dass die Beiden eine ausgeklügelte Taktik entwickelten, welche wahrscheinlich auch die Zukunft des Rennsportes beeinflussen wird.Schnitt: ca. 26 Km/h, Fahrzeit: 5 Std.,Gesamtdistanz: 128,5 Km, Höhenmeter: 1529

5. Tag (18.6.2009) – Krieglach nach Deutsch-GoritzDie 4. Etappe führt uns von Krieglach übers „Alpl“ (Peter Rosegger´s Waldheimat) über den Stubenberg-See und die Riegersburg in die Südsteiermark nach Deutsch-Goritz. Die Taktik von Hugo und Arthur wurde sofort nach dem Start in Krieglach in die Tat umgesetzt und hinauf aufs Alpl konnte sich Arthur gleich von Anfang an absetzen, allerdings nur kurz, da Chrisi Britzmannn und Josef Sarnig den Angriff vereitelten. Im Ansatz war die Attacke grundsäztlich nicht schlecht, jedoch wurde Arthur anscheinend von der schönen Landschaft dermassen abgelenkt, dass vorerst auf einen weiteren Angriff verzichtet wurde. Weiters gehts entlang des Feistritz-Flusses immer leicht bergab nach Birkfeld Richtung Ilz. Das Wetter war hervorragend und man merkte, dass die Temperatur stetig anstieg. Einige Kilometer vor Riegersburg kam von Hugo und Arthur wieder ein Angriff, eingefädelt durch ein kluges Ablenkungsmanöver konnte Arthur sich wieder kurz von der Gruppe absetzen.Bis Riegersburg waren aber noch einige Hügel zu überwinden und schliesslich konnten alle wieder aufschliessen. In Riegersburg wurde eine ausgiebige Kaffeepause eingelegt um anschliessend für die „angeblich“ letzten 30 Km gewappnet zu sein. Durch eine kleine Unachtsamkeit kommt es zu einer ungewollten Streckenverlängerung von ca. 15 Km was aufgrund der bisher hohen Durchschnittsgeschwindigkeit aber kein Problem darstellte.

Ca. 7 Km vor Deutsch-Goritz war dann bei Arthur sprichwörtlich die Luft weg, vor allem beim Hinterrrad, sodass das geschwächte Team Hugo/Arthur mit leichter Verspätung das Etappenziel erreichte.Die gesamte Etappe gab Anlass bis in die späteren Abendstunden über die Geschehnisse des Tages zu diskutieren.Schnitt: ca. 29 Km/h, Fahrzeit: 4 Std. 46 min,Gesamtdistanz: 138 Km, Höhenmeter: 1075 

6. Tag (19.6.2009) – Deutsch-Goritz nach Wolfsberg. Die letzte Etappe wurde wieder bei schönstem Sommerwetter in Deutsch-Goritz gestartet. Angetrieben von „leichtem“ Heimweh ging´s Richtung Eibiswald wobei die „Goldhaube“ der Koralpe schon in weiter Ferne sichtbar war und sich positiv auf das Tempo auswirkte.Über Gamlitz und den Kranachberg ging´s weiter Richtung Eibiswald. Ab hier galt es den letzten Übergang, den Radlpaß, zu bezwingen. Die Temperaturen lagen am Vormittag schon bei 30 °C und erschwerten die Überfahrt ein wenig. Die tolle Betreuung durch Ingrid und Franz konnte aber gröbere Probleme verhindern. Das letzte Stück von Radlje nach Unterdrauburg musste in kleineren Gruppen aufgrund des starken Verkehrsaufkommens zurückgelegt werden. In Unterdrauburg wurde nochmals eine Kaffeepause eingelegt bevor die Gruppe geschlossen und mit „letzter Kraft“ in Wolfsberg/St. Stefan bei Franz Furian einlangte.

Dort wurden wir nochmals ausgiebig bewirtet (unter anderem Salami von „Turbo“ Herbert Kogler, Bier und Most von Franz Furian) bevor die Radler wieder ihren Frauen übergeben wurden.Schnitt: ca. 29 Km/h, Fahrzeit: 4 Std. 18 min,Gesamtdistanz: 122 Km, Höhenmeter: 850, Ein Dankeschön an das Betreuerteam Ingrid Britzmann und Franz Furian für die hervorragende Versorgung während der Etappen, an Franz Britzmann für die tolle Organisation der Tour und Ausarbeitung der Strecken sowie an alle Teilnehmer für die schönen und geselligen Stunden während und nach jeder Etappe!